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27. Juni bis 3. Oktober 2010
Paul Klee - Franz Marc
Dialog in Bildern
Paul Klee und Franz Marc verband bis zum frühen Tod Franz Marcs im 1. Weltkrieg eine enge Freundschaft, die für die Entwicklung beider Künstler von besonderer Bedeutung war. Marc und Klee lernten sich 1912 während der Vorbereitungen für die zweite Ausstellung des «Blauen Reiter» kennen. Zwischen ihnen beginnt ein lebhafter Austausch über künstlerische und organisatorische Fragen, begleitet von zauberhaften Illustrationen, mit denen vor allem Marc seine Karten schmückt. Die Ausstellung wird erstmals die Beziehung beider Künstler umfassend dokumentieren. Zu sehen sind ihre illustrierten Briefe und Postkarten, die Werke, die sie sich schenkten, gemeinsame Projekte, die sie planten, und die wesentlichen Bilder jener Jahre, die in engem Austausch entstanden. Darunter die Zeichnungen von Paul Klee zu Voltaires Candide, die Skizzen und Entwürfe zum Bibelprojekt Franz Marcs und Arbeiten, die durch die Freundschaft mit Robert Delaunay angeregt worden sind.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle und dem Zentrum Paul Klee, Bern. Alle beteiligten Museen unterstützen die Ausstellung mit bedeutenden Leihgaben aus ihren Sammlungen.
1
Franz Marc, Ruhendes Tier, 1913
Postkarte von Maria Marc an Lily Klee, 7.6.1913
Privatbesitz, Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
2
Paul Klee, Der Polizeihund wird in Wut versetzt – damit er die Spur verfolgt, 1913
Feder und Tusche auf Papier, 6,5 x 13 cm
aufgeklebt auf Postkarte von Paul Klee an Franz Marc vom 26.9.1913
Franz Marc Museum, Kochel am See, Franz Marc Stiftung
© VG Bild Kunst, Bonn 2010
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Ab 10. Juni 2010
Neue Räume 1
Bauhaus
Als der Architekt Walter Gropius 1919 das Bauhaus in Weimar gründete, berief er eine Reihe von berühmten Malern als Lehrer an diese für die Architektur, das Design und die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts wegweisende Institution. Gropius war der Ansicht, dass die Malerei mit Beginn des Jahrhunderts die Führung unter den Künsten übernommen und eine neue Ästhetik geschaffen hatte, welche die Gestaltungsprinzipien der kommenden Baukunst steuern sollte.
Das Franz Marc Museum in Kochel am See präsentiert ab 8.Juni zwei Räume, die Malern des Bauhauses gewidmet sind. Im Zentrum stehen das Aquarell von Paul Klee, «Nichtkomponiertes im Raum» (1929) und das Gemälde von Oskar Schlemmer, «Kleines Gegeneinander» (1931), Werke, die im Dialog mit Arbeiten von Wassily Kandinsky, Laszlo Moholy-Nagy, El Lissitzky und Lyonel Feininger den das Bauhaus prägenden Geist aus kreativer Freiheit und kollektivem Perfektionsstreben anschaulich werden lassen.
Aus dem Bild der mittelalterlichen Kathedrale und ihrer Bauhütte entwickelte Gropius die Vision einer Einheit von Kunst und Handwerk, die nicht zu einem kollektiven neuen Stil, sondern zu einem Formwillen führen sollte, der für die Union von Kunst und Technik, für den Brückenschlag zwischen Idealismus und Wirklichkeit stand. Gerade die Werke der Maler am Bauhaus machen diese Vielfalt in der Einheit anschaulich.
3
Oskar Schlemmer, Kleines Gegeneinander, 1930
Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
4
Paul Klee, Nichtkomponiertes im Raum, 1929
Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Präsentation aus der Sammlung bis Ende Juni 2010
Das Franz Marc Museum verfügt neben den Beständen aus dem Franz Marc Nachlass und der Sammlung der Franz Marc Stiftung seit 2008 über die bedeutende Sammlung der Stiftung Etta und Otto Stangl.
Im Kern der Sammlung, die auf den Wuppertaler Mäzen und Sammler Rudolf
Ibach zurückgeht, ist neben der Kunst des «Blauen Reiter»
mit besonderem Schwerpunkt auf Franz Marc der «Brücke»-Expressionismus
mit wichtigen Werken vertreten.
Hinzu kommen herausragende Arbeiten Paul Klees sowie bedeutende Gemälde
der Vertreter von «ZEN 49», der Gruppe abstrakter Maler, die
sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Galerie
Stangl in München zusammenfand.
5
Kleine Komposition IV, Franz Marc, 1914
Öl auf Leinwand, 39 x 49 cm, Franz Marc Museum, Kochel am See
6
Große Promenade, Leute im Garten, August Macke, 1914
Öl auf Leinwand, 74 x 105 cm, Leihgabe aus Privatbesitz
7
Sitzendes Mädchen, Otto Müller, um 1916/17
Leimfarbe auf Leinwand, 110,5 x 77 cm, Franz Marc Museum, Kochel am See
