--------------------------------
Sammlungen
Architektur
Rundgang
Geschichte
Archiv
--------------------------------

1

2

3

4

5
---------------------------------------------------------------
Das Franz Marc Museum, seit seinem Bestehen dem Oeuvre Franz Marcs gewidmet, wurde mit der Sammlung Stiftung Etta und Otto Stangl im Jahr 2008 um bedeutende Werkgruppen aus dem Bereich der Klassischen Moderne und der Nachkriegsabstraktion in Deutschland erweitert.
Ausgehend von den Beständen des Wuppertaler Sammlers Rudolf Ibach konstituierte das Galeristenehepaar Etta und Otto Stangl eine Sammlung, die entscheidende Aspekte der Kunst des 20. Jahrhunderts umfasst. Neben dem „Blauen Reiter“ mit besonderem Schwerpunkt auf Franz Marc ist der „Brücke“-Expressionismus mit wichtigen Werken vertreten. Hinzu kommen bedeutende Gemälde der Vertreter von „ZEN 49“, der Gruppe abstrakter Maler, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Galerie Stangl in München zusammenfanden.
Schon bei der Gründung des Franz Marc Museums entwickelte Otto Stangl die Vision, das Museum später einmal zu erweitern, um die Fortsetzung der dem „Blauen Reiter“ wichtigen Idee des „Geistigen in der Kunst“ durch die Nachkriegsabstraktion verständlich zu machen.
In diesem Sinn wird das Oeuvre Franz Marcs, Kern und Zentrum des Museums, hier in ein Beziehungsnetz gestellt, das die Bedeutung Franz Marcs spiegelt. Denn, mit seinem Bestreben, die Grenzen einer traditionell der Naturnachahmung gewidmeten Kunst zu überwinden und zum Wesenskern der Dinge vorzudringen, fand Franz Marc ein starkes Echo bei seinen Zeitgenossen und der nachfolgenden Künstlergeneration. Die unterschiedlichen Einflüsse, die die Kunst Franz Marcs aufnahm und die vielfältigen Anregungen, die von ihr ausgingen, werden im Franz Marc Museum in einer spannungsreichen, dialogischen Präsentation der Werke nachvollziehbar.
Konzeption und Ausstrahlung des Franz Marc Museum sind geprägt von dem Aspekt des Privaten, der sich aus dem privaten Ursprung seiner Sammlungen ergibt und der die Architektur des Hauses, die Präsentation der Werke und die Themen der Sammlungspräsentationen und Wechselausstellungen bestimmt.
Charakteristisch für die Bestände des Franz Marc Museums ist der Reichtum an hochrangigen Arbeiten auf Papier, an Zeichnungen, Aquarellen und Druckgraphik, die Gemälde höchster Qualität stimmig ergänzen. Den Besucher des Museums erwartet kein lückenloser Überblick über die Entwicklung und Geschichte des Werks von Franz Marc, des „Blauen Reiters“ oder der „Brücke“. Vielmehr werden entscheidende Aspekte der Kunst des 20. Jahrhunderts durch wichtige Einzelwerke und treffende Gegenüberstellungen vermittelt.
Auf dem besonderen Charakter der Sammlung, ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit, fußt auch der Gedanke, die Kunst im Franz Marc Museum nicht nur durch ihre Präsentation, sondern auch durch begleitende Veranstaltungen in Zusammenhänge zu stellen, die sich aus dem historischen, politischen, kulturellen oder sozialen Umfeld der Werke ergeben.
Sammlungskatalog
Franz Marc Museum
Kunst im 20. Jh
Hg. von der Franz Marc Museumsgesellschaft
durch Cathrin Klingsöhr-Leroy
296 Seiten mit 177 farbigen und 67 s/w Abb.
21 x 27 cm, Gebunden
Wienand Verlag, Köln
ISBN 978-3-87909-948-1
Preis: 39,80 €
Prestel Museumsführer
Franz Marc Museum in Kochel
Hg. von der Franz Marc Museumsgesellschaft
durch Cathrin Klingsöhr-Leroy
96 Seiten mit 50 farbigen Abbildungen, broschiert
Format: 190 x 105 mm.
Prestel Verlag, München
ISBN 978-3-7913-3917-7
Preis: 7,95 €
1
Franz Marc, Springendes Pferd, 1912
2
Franz Marc, Kleine Komposition IV, 1914
3
August Macke, Große Promenade 1914
4
Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910-11
5
Willi Baumeister, Figur in absoluter Stellung, 1919
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009
