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Franz Marc, Junges Pferd in Berglandschaft, 1910
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 Ausstellungen

- Max Beckmann: Kleine Stillleben
- Franz Marc, Junges Pferd in Berglandschaft, Kabinettausstellung
- Werke des Expressionismus - Kirchner bis Kokoschka

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Verlängert bis 14. Juli 2013

Junges Pferd in Berglandschaft

1911 führte Franz Marc in einem Text über Tiermalerei den Begriff der »Animalisierung« ein, für ihn das »Empfinden für den organischen Rhythmus aller Dinge«. Diese Konzeption der Tierdarstellung, die im Dienste einer Vision der Natur steht, in der alle Kreaturen in paradiesischer Harmonie aufgehoben sind, spiegelt sich auf der 1910 entstandenen, vorbereitenden Skizze für das Gemälde „Blaues Pferd I“ von 1911 (Lenbachhaus, München)

Bei der Bleistiftskizze des Franz Marc Museums handelt es sich um einen genauen, detaillierten Entwurf dieses Gemäldes. Franz Marc stellt kein bestimmtes Pferd dar, sondern er will das Pferd in dessen ureigener Existenzform und Naturnähe erfassen. Das Gemälde zeigt das Tier in Blau und erweitert die Bedeutung der Bleistiftskizze damit in signifikanter Weise: Das Pferd wird zu einem der irdischen Materialität enthobenen Wesen, das auf einen Zustand absoluter Spiritualität verweist.

Zeichnung und Gemälde sind wichtige Stationen seiner künstlerischen Entwicklung, die Marc in zahlreichen Pferdedarstellungen vorantreibt. In der Kabinettausstellung des Franz Marc Museums lassen sich seine «Formenexperimente» anhand von Skizzenbuchblättern und weiteren Arbeiten auf Papier nachvollziehen.

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Franz Marc, Junges Pferd in Berglandschaft, 1910
Franz Marc Museum, Kochel a. See
Stiftung Etta und Otto Stangl