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Das Franz Marc Museum in Kochel am See wurde 1986 gegründet, um Leben und
Werk dieses bedeutenden Künstlers des 20. Jahrhunderts zu würdigen. Franz
Marc war der Landschaft um Kochel Zeit seines Lebens besonders verbunden.
Bereits als Kind und später als Akademieschüler sind zahlreiche Aufenthalte
in und um Kochel bekannt. 1908 verlegte Marc seinen Wohnsitz in das oberbayerische
Voralpenland - Lenggries, Sindelsdorf und ab 1914 Ried bei Kochel, wo er
ein Haus erwarb, waren die Stationen.
Es war der Galerist Otto Stangl, Nachlassverwalter von Maria Marc, der im
Zusammenwirken mit anderen die Entstehung des Franz Marc Museums in Kochel
initiierte. Idee und Konzept entwickelte er mit Klaus Lankheit, der durch
seine wichtigen Publikationen die Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung
zu Franz Marc geschaffen hat. Seine Frau, Marie-Luise Lankheit erinnert
sich: Die beiden Freunde, die sich die Pflege des Marc-Erbes zur Lebensaufgabe
gemacht hatten, setzten in den 80er Jahren ihre ganze Kraft ein, um mit
Hilfe maßgebender Institutionen und zahlreicher Privatpersonen die Verwirklichung
dieses Projektes zu erreichen.
Am 4. Juli 1986 wurde das Franz Marc Museum in dem zu diesem Zweck umgebauten
Haus am Herzogstandweg 43, über dem Kochelsee, eröffnet.
Bis zum Beginn
von Umbau und Erweiterung im Jahr 2006 wurden im Franz Marc Museum über
150 Werke aus dem Nachlass Franz Marcs gezeigt. Sie wurden ergänzt durch
Leihgaben aus Privat- und Museumsbesitz, sowie durch Dokumente zum Leben
des Malers. Hinzu kamen Werke von Kandinsky, Münter, Macke, Klee, Jawlensky
und anderen, die die Bedeutung Franz Marcs im Kreis des Blauen Reiter
verdeutlichen.
Schon bald nach der Gründung des Franz Marc Museums entwickelte Otto Stangl
die Vision, das Museum zu erweitern. Durch die Ergänzung des Marc-Bestandes
mit Werken der deutschen Nachkriegsabstraktion wollte er die Kontinuität
des Geistigen in der Kunst vom Blauen Reiter bis
zur abstrakten Malerei nach dem 2. Weltkrieg veranschaulichen. Er wollte
den Besuchern des Franz Marc Museums eine Erkenntnis vermitteln, die ihn
selbst als Galeristen motiviert und geleitet hatte. Mit der Aufnahme der
Sammlung Etta und Otto Stangl in das neue Franz Marc Museum im Jahre 2008
ist diese Vision Wirklichkeit geworden.
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Etta und Otto Stangl
mit Maria Marc, um 1950
2
Rudolf Ibach,
Foto um 1923
