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Horst Antes und Ranru und Boro
Kopffüßler und japanische Textilen aus der Sammlung Horst Antes
28. Februar bis 6. Juni 2010
In den 1960er und 1970er-Jahren war Horst Antes einer der bekanntesten deutschen
Künstler. Er wagte zu Beginn der 1960er-Jahre die Wiederbelebung des Figürlichen
in der Kunst. Seine "Kopffüßler" brachten die Kunstwelt zum Staunen. Als
einer der wichtigsten Künstler der Galerie Stangl zeigte er zwischen 1965
und 1975 seine Werke in vier viel beachteten Ausstellungen in München.
Otto Stangl hatte als Galerist den Ausspruch von Franz Marc verinnerlicht:
"Der Künstler ist nicht abhängig von Ausstellungen, Ausstellungen indessen
ganz und gar vom Künstler". Und er überließ Horst Antes bei der Ausstellungsgestaltung
viel Freiheit. Auch diesmal übernimmt Antes die Auswahl und Präsentation
seiner Werke selbst. Das Franz Marc Museum stellt ihn in seiner aktuellen
Ausstellung nicht nur als Künstler vor, sondern auch als Sammler mit unterschiedlichen
Sammlungsinteressen: überwiegend Objekte aus außereuropäischen Kulturen.
Aus seiner Sammlung wählte er Ranru Boro - traditionelle japanische Arbeitskimonos
- aus, um sie seinen Gemälden und Zeichnungen gegenüberzustellen. Die Kimonos
wurden von Ihren vormaligen Besitzern in einem langen Arbeitsleben immer
wieder kunstfertig ausgebessert und geflickt, so dass sie heute als Zeugnisse
großer Volkskunst gelten. Wie schon Franz Marc zu seiner Zeit, empfindet
auch Horst Antes volkstümliche Ausdrucksweisen als wichtige Inspirationsquelle
für seine Arbeit.
Die Ausstellung lädt zur Wiederentdeckung und Würdigung dieses Protagonisten
der 1960er und 1970er-Jahre ein.
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Der Große Widerspruch
Franz Marc zwischen Delaunay und Rousseau
Franz Marc Museum, Kochel a. See
21. Juni bis 13. September 2009
Das Franz Marc Museum widmet seine bisher umfassendste Ausstellung dem Blauen
Reiter, einem für die Sammlung des Museums zentralen Thema.
Die Ausstellung will die zwei unterschiedlichen scheinbar widersprüchlichen - Perspektiven ins Auge fassen, die den Blauen Reiter geprägt haben: Die Faszination für die Große Abstraktion, vertreten durch den französischen Kubisten Robert Delaunay, und die Begeisterung für die Große Realistik, die im Werk des genialen Naiven Henri Rousseau verehrt wird.
Der Dialog mit Frankreich spielte für den Blauen Reiter eine entscheidende Rolle. Man reiste nach Paris, traf dort französische Malerkollegen und setzte sich mit aktuellen Tendenzen auseinander. Der Erste Weltkrieg beendete diese fruchtbare künstlerische Auseinandersetzung und zerstörte damit auch die Hoffnung auf eine gesellschaftliche Wandlung durch die Kunst.
Schlaglichtartig wird die Ausstellung Aspekte einer Kunst beleuchten, die bei aller Modernität auf eine hinter der Zivilisation und der gesellschaftlichen Konvention liegende Ursprünglichkeit zurückgreifen will. In diesem Bestreben werden den Künstlern des Blauen Reiter außereuropäische Kunstwerke zum Vorbild, ebenso wie bayerische Volkskunst, Kinderzeichnungen, die französische Avantgarde oder mittelalterliche Madonnen.
Diese Vielfalt schlägt sich im Almanach Der Blaue Reiter nieder, der 1912 von Franz Marc und Wassily Kandinsky herausgegeben wird. Sie zeigt sich auch im Künstlerkreis des Blauen Reiter, den kein stilistischer Gleichklang verbindet. Jeder Künstler geht seinen eigenen Weg in der Überzeugung, dass der innere Klang des Werks seine äußere Form bestimmt.
Dies führt die Ausstellung an exemplarischen Werkgruppen von Marc, Macke, Kandinsky, Klee, Münter, Jawlensky, Schönberg, Delaunay und Rousseau vor Augen, wobei bedeutende Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen den eigenen Bestand ergänzen.
Zur Ausstellung erscheint ein von der Franz Marc Museumsgesellschaft durch Cathrin Klingsöhr-Leroy herausgegebener Katalog mit 10 Kurzessays namhafter Autoren zur Kunst des Blauen Reiters, ihrem gesellschaftlichen und historischen Hintergrund und ihren wichtigsten Bezugspunkten.
Der Ausstellungskatalog wird durch ein Begleitheft in deutscher und französischer
Sprache ergänzt, das vom Goethe-Institut in Nancy herausgegeben wird.
Es stellt Franz Marcs Schriften zum Krieg in den Kontext von Äußerungen
französischer und deutscher Intellektueller zum Ersten Weltkrieg.
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8. Februar 19. April 2009
Lovis Corinth
Seelenlandschaften. Walchenseebilder und Selbstbildnisse
Das Werk Lovis Corinths zeichnet sich gerade in seinen späten Jahren
durch besondere Sensibilität und durch besondere Expressivität
aus, Qualitäten, die in den Walchenseebildern des Malers intensiv zum
Ausdruck kommen. Wie Seelenlandschaften wirken diese in den zwanziger Jahren
entstandenen Gemälde und Aquarelle, die das immer gleiche Motiv zeigen:
Den Blick auf den Walchensee vom Haus des Malers in Urfeld aus.
Seine Landschaftsvisionen scheinen nicht nur von den unterschiedlichen Stimmungen
der Jahres- und der Tageszeiten geprägt. Ebenso wie die zahlreichen
Selbstbildnisse Corinths, die in der Ausstellung den Bildern vom Walchensee
gegenübergestellt werden, sind sie Zeugnisse der Innenschau des Künstlers,
der in fast romantischer Tradition seine subjektive Wahrnehmung in die Landschaft
projiziert.
Katalog zur Ausstellung - Im Museumsshop bestellen
Lovis Corinth Seelenlandschaften.
Walchenseebilder und Selbstbildnisse
Hg. von der Franz Marc Museumsgesellschaft
durch Cathrin Klingsöhr-Leroy
96 Seiten mit ca. 35 farbigen Abb.
21 x 26 cm, Leinen mit Schutzumschlag
Wienand Verlag, Köln
ISBN 978-3-87909-979-5
Preis: ca. 29,80 €
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Bisher durchgeführte Veranstaltungen
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Sonntags im Museum, 16. Mai 2010, 11.30 Uhr
Coconami: Konzert zu Antes und Ranru und Boro
japanische Anmut trifft auf bayerische Tradition
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Sonntags im Museum
18. April 2010, 11.30 Uhr
«Paradies der falschen Vögel» ein Kunstfälscherroman
von Wolfgang Hildesheimer.
Lesung mit Sabine Kastius,
Sprecherin, Vorleserin, Spielerin.
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Sonntags im Museum, 21. März 2010, 11.30 Uhr
Vortrag: Figur Wolkenfänger,
Horst Antes und der malerische Aufbruch in
den 60er Jahren
mit Dr. Annett Reckert,
stellvertretende Leiterin der Kunsthalle Göppingen
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Sonntags im Museum
21. Februar 2010
11.30 Uhr
Szenische Lesung
"Alte Meister" von Thomas Bernhard
mit Stefan Hunstein, Bayerisches Staatsschauspiel
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Sonntags im Museum
17. Januar 2010
11.30 Uhr
GABRIELE MÜNTER - WASSILY KANDINSKY oder
FARBEN EINER LIEBE
eine Collage von Jovita Dermota
gelesen von Jovita Dermota und Jochen Striebeck
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Die Freunde des Franz Marc Museum e.V. laden ein:
Advent im Franz Marc Museum Sonntag 29.November 15.30 Uhr
Lesung des deutsch-iranischen Autors SAID
Authentische Volksmusik mit dem >> Bachwinkel Trio
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Sonntag 13. September 2009 um 19.00 Uhr
Finissage zur Ausstellung
Der Große Widerspruch – Franz Marc zwischen Delaunay
und Rousseau
Konzert mit dem Musiker und Komponisten Rupert Huber, Wien.
12 einfach zu spielende Musikstücke aus:
rupert huber/tosca music 2001/2009
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Donnerstag 3. September 2009 um 18.30 Uhr
Vortrag: Die Korrespondenz zwischen Franz Marc und Robert Delaunay
Prof. Dr. Ulrich Krempel,
Direktor Sprengel Museum, Hannover
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Donnerstag 23. Juli 2009 um 18.30 Uhr
Vortrag: Franz Marc und die Romantik
Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann, Pinakothek der Moderne,
Stellvertretende
Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
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Donnerstag 16. Juli 2009 um 18.30 Uhr
Lesung aus Tagebüchern, Briefen und Essays
Zeugnisse zum Ersten
Weltkrieg.
Leser: Stefan Hunstein, Residenztheater München
Einführung: Dr. Peter Walther,
Brandenburgisches Literaturbüro, Potsdam
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Dienstag 23. Juni 2009 um 19.00 Uhr
deutsch / französische Lesung
der Novelle von Gustave
Flaubert Sankt Julian der Gastfreundliche die Franz Marc zu mehreren Darstellungen
inspiriert hat.
Leser: Beatrix Doderer, Residenztheater München und
Hervé Adeline, Compagnie des Camieux.
Einführung: Prof. Dr. Barbara Vinken,
Ludwig Maximilians Universität, München.
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Sonntag, 19. April 2009, 18.00 Uhr
Martin Vatter, Piano
Konzert
zur Finissage der Ausstellung
„Lovis Corinth Seelenlandschaften – Walchenseebilder und Selbstbildnisse“.
