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- Archiv Ausstellungen
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Franz Marc - Kämpfende Formen  - AusstellungsplakatFranz Marc - Zwischen Utopie und Apokalypse
Kämpfende Formen
18.09.2016 – 15.01.2017

Kurz vor seinem Aufbruch in den Ersten Weltkrieg malte Franz Marc »Kämpfende Formen«. Dieses abstrakte Werk, das im Zentrum der aktuellen Ausstellung steht, wurde auch symbolisch gedeutet, als der Kampf zweier gegensätzlicher Kräfte, die als gut und böse oder als materiell und spirituell gesehen wurden. Die Ausstellung geht dieser Frage nach und zeigt, dass die Parallelität von abstrakt und gegenständlich nicht nur fu¨r Marc, sondern auch fu¨r die tendenziell abstrakten Werke Klees und
Kandinskys, gilt.



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Michaela Melien - Heimweh -PlakatMichaela Melián - Heimweh
Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben
18. September 2016 –15. Januar 2017

Die Installation Michaela Meliáns thematisiert die Heimatlosigkeitsich als Frau im Kreis expressionistischer Ku¨nstler vor dem Ersten Weltkrieg durch ein exzentrisches Spiel mit verschiedenen Identitäten durchzusetzen versuchte. Indem sie als Alter Ego Prinz „Jussuf von Theben“ imaginierte, schuf sie eine Kunstfigur, die die Grenzen ihrer realen Existenz zugleich durchbrach und sichtbar machte. Dies war Grundlage der märchenhaft inszenierten Korrespondenz mit dem „Blauen Reiter“ Franz Marc.

Mit Anbruch des Faschismus in Deutschland musste Else Lasker-Schu¨ler das Land, in dem sie geboren war und dessen Sprache ihre Muttersprache und die ihrer Dichtungen war, verlassen. Zentral fu¨r die Arbeit von Michaela Melián ist Else Lasker-Schu¨lers Gedicht „Heimweh“, das in Deutsch, in Hebräisch und Arabisch gelesen wird. Diese Rezitation begleitet die Licht- und Bildprojektionen eines Diaprojektors, dessen Strahlen Details von Zeichnungen Else Lasker-Schu¨lers und Reflektionen der Kristall und Plastikgefäße vom Tisch in der Mitte des Raums auf den Wänden abbilden.

Die Installation »Heimweh. Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben« wird anlässlich des Franz Jahres 2016 gezeigt.

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Michaela Melien - Heimweh -PlakatBilder paradiesischen Seins in einer Welt im Taumel?
Tagung in der Evangelischen Akademie Tutzing
Franz Marc 100. Todestag
21. – 23.Oktober .2016

Vor 100 Jahren fiel mit Franz Marc (8.2.1880 –4.3.1916) einer der bedeutsamsten Maler des Expressionismus 36jährig vor Verdun. Das Werk des Mitbegründers und kunsttheoretischen Mitverfassers des Almanachs „Der Blaue Reiter“ ist von Fauvismus, Kubismus, Futurismus und Orphismus geprägt.

Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse. So lädt das Franz Marc Museum in Kochel am See heuer zu drei Ausstellungen mit je einem Perspektive stiftenden Gemälde ein: „Das arme Land Tirol“ (1913), entstanden nach einer Tirolreise, ist schöntrunken voll Melancholie und hellschwarz vor vager Bedrohung. „Die Weidenden Pferde IV“ (1911) hingegen zeigen eine in Farben und Formen harmonisierte Natur, ja eine animalisierte Kunst paradiesisch verspielten Seins. „Kämpfende Formen“ (1914) ist ein spätes Bild, eine Komposition als Übergang von der Abstraktion zur reinen Spiritualität.

Mit Franz Marc selbst kann man sagen: „Wie unsagbar schön sind alle diese Dinge. Wie unsagbar schön.“ Zugleich: „Und vom Tier weg leitete mich ein Instinkt zum Abstrakten, das mich noch mehr erregte“ (1915).
1916 – es ballen sich Futurismus und Technik, Dada und Bohème, Krieg und Europa. In Franz Marcs Werk sammeln sich die Gegensätze. Kreaturidyll und Kriegsgewalt, Farben im Licht und apokalyptische Schatten, tierischer Instinkt und philosophische Geistigkeit, rückwärtsgewandte Utopie und kosmopolitische Vision. Und: Mit Maria Franck verheiratet, balanciert er in der Freundschaft mit Else Lasker-Schüler die Kunst, bürgerlich und frei zu l(i)eben.

Franz Marc entdecken, das hilft uns Heutigen in unseren Widersprüchen: tierisch vor Glück, zitternd wie Natur, trunken vor Sehnsucht nach dem Schönen, schockiert vom Terror der Gewalt, lauschend nach dem Märchen vom verschwisterten Sein, zerrüttet vom Mythos des HöherSchnellerWeiterMehr. Eine Jede und ein Jeder von uns eine Kämpfende Form? Wir laden alle Übermütigen wie Erschöpften herzlich ein nach Tutzing und Kochel zu Franz Marc.
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Franz Marc - Weidende Pferde IV - AusstellungsplakatFranz Marc - Zwischen Utopie und Apokalypse.
Weidende Pferde IV

12. Juni - 11. September 2016

»Weidende Pferde IV« markiert den endgültigen Schritt zur Tierdarstellung als dem zentralen Anliegen von Franz Marc. Es gelingt dem Maler, durch das traditionelle Kompositionsmuster die Empathie mit dem Tier aufzurufen und darüberhinaus die Farbe als
autonomes Bildmittel von ihrer nur repräsentativen Funktion zu lösen. In der Ausstellung wird dieser Weg Franz Marcs zu einer »Animalisierung« der Kunst nachvollziehbar.

 


----------------------------------------------------------- Annika Kahrs – Playing to the Birds - Karte
Annika Kahrs – Playing to the Birds
06. März – 11. September 2016

Annika Kahrs zeigt in „Playing to the birds“ eine Aufführung von Franz Liszts Klavierstück, Legende Nr. 1, die Vogelpredigt des Franz von Assisi.

Ein Pianist spielt das Stück, gemäß der großbürgerlichen Tradition des musikalischen Salons in einem repräsentativen Saal. Das Publikum besteht jedoch nicht aus Menschen, sondern aus Vögeln. Liszts virtuoses Instrumentalstück erzählt in musikalischer Sprache die Geschichte heiligen Franziskus, der zu den Vögeln predigte und sie zu Ehrfurcht und Dankbarkeit gemahnte. Ist das als ein Akt der Versöhnung des Menschen mit der Schöpfung oder vielmehr der religiösen Kultivierung zu verstehen?
Die Arbeit von Annika Kahrs, die im weitesten Sinne das Verhältnis von Kultur und Natur, Mensch und Kreatur thematisiert, lässt sich eng mit Franz Marc verbinden, dessen Leben und Werk diesen Fragen gewidmet war. Nach seinem Tod wurde er von Freunden und Kollegen mit dem heiligen Franziskus verglichen.

 

----------------------------------------------------------- Franz Marc - Skizzenbuch aus dem Felde - Ausstellungsplakat
Franz Marc Jahr 2016
Skizzenbuch aus dem Felde

Das Franz Marc Museum zu Gast im Institut français München
30. Juni – 09. September 2016

2016 jähren sich das Todesjahr von Franz Marc sowie die Schlacht von Verdun zum 100. Mal. Das Franz Marc Museum in Kochel feiert mit einer Ausstellung im Institut français München die Erinnerung an den Maler, der zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus gehört und am 4. März 1916 nahe Verdun fiel.

Franz Marcs zwischen März und Juni 1915 entstandenes „Skizzenbuch aus dem Felde“ ist das letzte künstlerische Zeugnis des Malers, der seit Anbruch des Ersten Weltkriegs 1914 an der Westfront stationiert war. Die 36 Bleistiftzeichnungen zeigen eine große motivische und stilistische Vielfalt, die enge Bezüge zu den vor dem Krieg geschaffenen Gemälden Marcs aufweisen.

Das „Skizzenbuch aus dem Felde“ befindet sich heute in der Staatlichen Grafischen Sammlung in München. Das Franz Marc Museum besitzt eine von Klaus Lankheit 1956 herausgegebene, besonders qualitätvolle Faksimileedition, die anlässlich des Franz Marc Jahres im deutsch-französischen Kontext im Institut français München präsentiert wird.

Logo Franz Marc MuseumLogo Institut francaisLogo centenaire

---------------------------------------------------------- 	Franz Marc - Symposium - Cover Flyer
SYMPOSIUM ANLÄSSLICH DES
100. TODESTAGES VON FRANZ MARC
„Wie unsagbar sind alle diese Dinge. Wie unsagbar schön.“
(Franz Marc 1915)

Zum 100. Mal jährt sich 2016 das Todesjahr Franz Marcs, der am 4. März 1916 nahe Verdun fiel. Für das Franz Marc Museum in Kochel am See und für das Lenbachhaus in München ist dies Anlass, ein Symposium zu Franz Marc zu veranstalten.

Mit dem Symposium ist die Idee verbunden, Franz Marcs Kunst anders zu betrachten und neue Fragen zu stellen – etwa nach seiner Liebe zum Tier. Auch die Quellen von Marcs Kunst und seiner Geisteshaltung stehen zur Diskussion. Was hat er gesehen und gelesen? Was blendet er bei seiner Selbstdarstellung aus, was hat ihn an Nietzsche, Flaubert oder Tolstoi interessiert? Und: wie deutsch war Marc? Worauf beruht die von ihm im Krieg formulierte Idee einer deutschen “Leitkultur“? Warum ist er mit seinen Werken nur in deutschen, in anderen europäischen Museen dagegen
praktisch nicht vertreten?

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Franz Marc - Das arme Land Tirol - AusstellungsplakatFranz Marc - Zwischen Utopie und Apokalypse
Das Arme Land Tirol
06. März – 05. Juni 2016

»Das arme Land Tirol« ist eines der wichtigsten Gemälde Marcs. Anlässlich des Franz Marc Jahres kehrt es aus dem Guggenheim Museum in New York in die von Marc besonders geliebte und ihn inspirierende Landschaft nach Kochel a. See zurück. Es entstand Anfang 1913, in einer Zeit, in der der Maler optimistisch Pläne schmiedete. Dennoch ist diese, durch eine Tirolreise Marcs inspirierte Landschaft von unerklärlicher Melancholie und vager Bedrohung geprägt. Diese Stimmung, die wie eine Ahnung des bevorstehenden Ersten Weltkriegs scheint, zeigt sich auch in parallel entstandenen Skizzen und Aquarellen, die neben anderen bedeutenden Werken Marcs in der Ausstellung gezeigt werden.



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Willi Baumeister und Paul Klee - AusstellungsplakatWilli Baumeister und Paul Klee
Struktur und Vision
4. Oktober 2015 – 10. Januar 2016

Trotz ihres Altersunterschiedes von nur zehn Jahren scheinen Paul Klee (1879-1940) und Willi Baumeister (1889-1955) zwei Generationen anzugehören. Während Klee der frühen Avantgarde des 20. Jahrhunderts zuzuordnen ist, wird Baumeister vor allem mit dem Neubeginn der Moderne in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Zusammenhang gebracht. Er gilt als Integrationsfigur, die den Anschluss an die während des Faschismus in Deutschland verfemte Moderne wiederherstellt.

Dieser divergierende Blick lässt vergessen, dass der Weg beider Künstler oft parallel verlief: Beide Maler verfolgten Abstraktionstendenzen, die von einer weit gefächerten technische Experimentierfreude geprägt waren. Dabei sind die Vorgehensweisen – bei unterschiedlichem Ergebnis – vergleichbar und eng zusammenhängend: von der reliefartigen Gestaltung der Fläche über Frottage, écriture automatique, Collage bis hin zu unterschiedlichen Strukturbildungen. Auch das besondere Interesse für natürlich-organische Formen und neue, fremde Bildwelten macht den Vergleich zwischen Willi Baumeister und Paul Klee äußerst spannend und im Hinblick auf beider künstlerische Entwicklungen aufschlussreich.

Die Ausstellung verfolgt den künstlerischen Dialog der beiden Maler und hebt wichtige Berührungspunkte durch Gegenüberstellung prägnanter Werke hervor. Dabei geht sie von den bedeutenden, sowohl für Klee als auch für Baumeister repräsentativen Beständen des Franz Marc Museums aus.

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Ernst Ludwig Kirchner Energie der Linie - AusstellungsplakatErnst Ludwig Kirchner
Energie der Linie
28. Juni – 27. September 2015

Wie eine Schrift spiegelt der zeichnerische Duktus Ernst Ludwig Kirchners die emotionale Verfassung des Künstlers wider. Als besessener Augenmensch und gieriger Beobachter zeichnet er auf unzähligen Blättern die Szenen seines Lebens: dramatisch, heiter, beängstigend oder orgiastisch. Es sind Skizzen, farbig akzentuierte, größere Arbeiten auf Papier, breiter angelegte Zeichnungen mit Natur- oder Straßenszenen oder Porträts, die von einer Energie belebt werden, die erst in der Spätzeit von Kirchners Oeuvre kontrollierter wirkt.
Nie geht es dem Zeichner Kirchner um Entwürfe, sondern immer um Varianten, unterschiedliche Perspektiven, neue Sichtweisen eines Motivs. Das zeigt die in der Ausstellung vorgenommene Gegenüberstellung der Zeichnungen Kirchners mit Skulptur, Graphik, Malerei oder Weberei. In jedem Medium findet Kirchner eine neue „Schrift“, die jedoch immer von der spezifischen Energie seiner Linie beherrscht wird.

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Schöne Aussichten - AusstellungsplakatSchöne Aussichten
Der Blaue Reiter und der Impressionismus
22. März bis 19. Juli 2015

Marc, Kandinsky, Münter, Jawlensky, Macke und Klee - fast alle Maler des späteren »Blauen Reiters« schufen zwischen 1901 und 1908/9 Ölstudien, malerische Skizzen, die unter freiem Himmel entstanden. Sie schlossen damit an eine vom Impressionismus und zuvor in der Künstlerkolonie von Barbizon gepflegte Tradition an, die von den »deutschen Impressionisten« Slevogt, Liebermann oder Corinth weitergeführt wurde.
„Vom äußeren Eindruck zum inneren Erleben“, so lässt sich die Entwicklung vom Impressionismus zum Expressionismus und zur Abstraktion des »Blauen Reiters« mit den Worten Gabriele Münters charakterisieren.

Jeder der Künstler folgt dabei seinem eigenen Weg. Alle jedoch werden in ihren Anfängen von der Auseinandersetzung mit dem Impressionismus geprägt. An den zahlreichen Pleinair-Studien, die die Maler in dieser Tradition schufen, lässt sich ihre jeweils individuelle Entwicklung nachvollziehen. Viele der Naturstudien sind in Oberbayern und in der Umgebung von Kochel entstanden. Andere dieser charmanten kleinen Ölgemälde entstanden während Reisen oder nehmen charakteristische Motive des Impressionismus auf.

Die geplante Ausstellung widmet sich der Zeit vor dem Zusammenschluss des »Blauen Reiters«, einer Phase, die bisher stets als wenig spektakuläre, der Abstraktion vorausgehende Periode betrachtet wurde. Ihre Bedeutung wird bei der Konzentration auf die frühen Ölskizzen der Maler jedoch als entscheidend für die Befreiung von einer Tradition deutlich, der man Wesentliches verdankt: Eine Auseinandersetzung mit dem Impressionismus ist nicht zu umgehen; sie führt allerdings zu einer Umdeutung, von der entscheidende Impulse für die künstlerische Entwicklung der Maler des »Blauen Reiters« ausgehen.

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Henri Matisse . Rupprecht Geiger - Kraft der Farbe - AusstellungsplakatHenri Matisse . Rupprecht Geiger
Kraft der Farbe
12. Oktober 2014 – 15. März 2015

Der Zweite Weltkrieg hinterlässt tiefe Wunden, auf die die Künstler unterschiedlich reagieren. Henri Matisse und Rupprecht Geiger setzen der emotionalen und der tatsächlichen Grisaille der Nachkriegszeit die Kraft der Farbe entgegen, deren Vitalität den Betrachter umso stärker in Ihren Bann schlägt, als beide Künstler sich mit den in dieser Ausstellung präsentierten Werken, „Jazz“ (1947) und „AER“ und „PYR“ (1962), gegen zerstörerische Erinnerungen und überkommene Traditionen zu wehren scheinen.

Das Künstlerbuch „Jazz“, das Henri Matisse zwischen 1940 und 1947 für den Verleger Tériade kreierte, zeigt eine Folge von 20 Farbdrucken in der aufwendigen Pochoir-Technik, die in ihrer poetischen bis abstrakten Motivik, vor allem aber in der intensiven Farbigkeit den leidvollen Erfahrungen des Künstlers unter der nationalsozialistischen „Occupation“ zu trotzen scheinen.

Sein Buch sollte der Farbe gewidmet sein, eine Intention, die Matisse mit Hilfe seiner Scherenschnittentwürfe, die zu einfachen, flächigen Formen führen und dank einer Drucktechnik, die der Farbe ihre sinnliche Materialität und strahlende Intensität bewahrt, umsetzen konnte. Rupprecht Geiger – und diese Erinnerung hat er in einem Werk notiert, das wir in der Ausstellung präsentieren – empfing einen wichtigen Impuls durch die rote Spur einer Bewegung, die er in der grauen Ruinenlandschaft Münchens wahrnahm und der er bis zum Ende seines malerischen Werkes folgte. Die je sechs Serigraphien der von der Galerie Stangl herausgegebenen Mappen „AER“ und „PYR“ übersetzen die Elemente Luft und Feuer in Farbformen. Blau und Rot: „Luft und Feuer. Die Elemente. Nicht Darstellungen, Nicht Abbilder, nicht Effekte. … aus dem Zusammentreffen von Farbe springt Vitalität“, so John Anthony Thwaites in dem Vorwort zu den beiden Mappen.

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Franz Marc – Jenseits der Utopien - AusstellungsplakatFranz Marc – Jenseits der Utopien
Verlängert bis 1. Februar 2015

Als Franz Marc kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, im August 1914, den Kriegsdienst antritt, steht er auf der Höhe seiner künstlerischen Entwicklung.
Sein Glaube an eine Veränderung der Gesellschaft durch »geistige Güter«, wie bildende Kunst, Literatur, Musik war enttäuscht worden. Wie viele Intellektuelle seiner Generation projiziert Marc eine »reinigende Wirkung« für Europa auf den Krieg. Auch die letzten, vor seinem Tod am 4. März 1916, entstandenen Zeichnungen, das »Skizzenbuch aus dem Felde« thematisieren eine Neuschöpfung aus dem Chaos.

Die Ausstellung zeigt, dass viele Künstler nach dem Krieg diese Vision angesichts der bitteren Realität nicht mehr nachvollziehen können, wie die Werke von Dix, Grosz, Klee verdeutlichen. Gleichzeitig stellt sie dar, dass die abstrakten Tendenzen, die auch in Marcs Oeuvre vor dem Krieg angelegt waren, auf unterschiedlichen Wegen von Moholy-Nagy, Dexel und Kandinsky nach 1918 weiterverfolgt werden.

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Franz Marc – Aufbruch zu Licht und Farbe - AusstellungsplakatFranz Marc - Im Kreis der Avantgarde
25. Mai - 5. Oktober 2014

Die Begegnung mit dem Mäzen Bernhard Köhler im Jahr 1910 und die Freundschaft mit August Macke bedeutet für Franz Marc einen ersten Schritt aus der künstlerischen Isolation. In den folgenden Jahren wird der Maler in den Kreis der internationalen Avantgarde aufgenommen. Marc lernt Paul Klee kennen, er begegnet den Künstlern der Brücke in Berlin, trifft die Dichterin Else Lasker-Schüler und beginnt eine Korrespondenz mit dem französischen Maler Robert Delaunay. Von ebenso großer Bedeutung ist die Freundschaft mit Kandinsky, mit dem Franz Marc den Almanach »Der Blaue Reiter“ herausgibt. Marc ist auch beteiligt an zwei internationalen Ausstellungen:
der Kölner »Sonderbundausstellung« 1912 und dem »Ersten Deutschen Herbstsalon« in Berlin.

Vor diesem Hintergrund entwickelt sich das Werk Franz Marcs über
die großen Tierbilder hin zum abstrakten Ausdruck. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen diese Entwicklung Marcs und sein Dialog mit anderen Künstlern.


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Georg Baselitz - Tierstücke: Nicht von dieser Welt - AusstellungsplakatGeorg Baselitz
Tierstücke: Nicht von dieser Welt
6. April - 21. September 2014

Die Ausstellung präsentiert Georg Baselitz aus einer ungewöhnlichen Perspektive: die intensive Beschäftigung mit Tiermotiven ist ein bisher kaum beachteter Aspekt im Oeuvre dieses großen Gegenwartskünstlers. Baselitz, der oft ausschließlich als Maler der Motive, die »auf dem Kopf« stehen, wahrgenommen wird, bricht in ausdrucksstarken, auf Dissonanzen setzenden Werken gängige Klischees von »Tier« und »Natur« auf. Stereotypen wie »Schoßhündchen«, »Jagd- und Wachhund« oder »Wappenadler« werden von ihrem inhaltlichen Ballast befreit, ihre geläufigen Konnotationen werden hinterfragt.

Die retrospektiv angelegte, von der Baselitz-Expertin Carla Schulz-Hoffmann kuratierte Ausstellung, umfasst 70 Werke, die selten oder nie gezeigt wurden und reflektiert die Auseinandersetzung des Künstlers mit der eigenen Geschichte und seinem Lebensort.

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Franz Marc – Aufbruch zu Licht und Farbe - AusstellungsplakatFranz Marc – Aufbruch zu Licht und Farbe
16. Februar – 18. Mai 2014

Franz Marcs Oeuvre ist in seiner ersten Entwicklungsphase, als der junge Maler nach neuen, antiakademischen Wegen der Kunst suchte, deutlich von der französischen Malerei geprägt. Seine in dieser Zeit unternommenen Reisen nach Paris haben unterschiedliche Wirkung: Während Marc 1902/3 den Impressionismus rezipiert, nimmt er nach seiner zweiten Reise, 1907, Einflüsse der Malerei van Goghs und Gauguins auf.
Die Ausstellung zeichnet anhand zahlreicher Werke und Dokumente den Weg des Malers nach. Marc setzte sich mit traditionellen Farbtheorien auseinander und versuchte in Diskussionen mit seinem Freund August Macke eine neue, gegenstandsunabhängige Farbgebung zu entwickeln. Die strahlende Farbigkeit seiner späteren Tierbilder wird durch die frühe Pleinairmalerei des Künstlers ebenso vorbereitet, wie durch die Konzentration auf die Grundfarben ab 1909/10. Franz Marcs Gemälde »Katze hinter einem Baum« oder »Hocken im Schnee« zeigen dies beispielhaft.


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August Macke, Vor dem Hutladen, 1913 1913: Bilder vor der Apokalypse
13. Oktober 2013 bis 19. Januar 2014

1913... ein Jahr wie jedes andere? Das Vorkriegsjahr, in dem alles auf die Katastrophe zustrebt? Das Jahr der Avantgarden in Musik, Kunst und Literatur? Das Jahr der Revolutionäre und der neuen Gesellschaftsentwürfe? Das Jahr, in dem die »Banalität des Bösen« mit Hitler ihren Anfang nimmt??Ein Jahr des Glücks und der Liebe? 1913 ...ein Jahr der Bilder von Lebensfreude, Lebensangst, Lebensflucht

Ist das Werk Franz Marcs und vieler seiner Zeitgenossen vor dem Ersten Weltkrieg nur von der Vorahnung der Katastrophe geprägt? Im Rückblick lassen sich zahlreiche Hinweise auf die kommende Apokalypse ausmachen. Aus zeitgenössischer Sicht sind diese Jahre aber auch durch zahlreiche Ereignisse bestimmt, die scheinbar in keinem Zusammenhang mit dem Krieg stehen. In seinem Buch »1913« nimmt Florian Illies eine »objektive« Sichtweise ein und stellt Monat für Monat wichtige Ereignisse, Kunstwerke und Schriften nebeneinander, die von einer imaginären Folgerichtigkeit und einer schicksalhaften Zufälligkeit geprägt sind. Die Ausstellung in Kochel geht von dieser Perspektive aus und stellt Kunstwerke der Jahre 1912, 1913 und 1914 gegenüber, in denen sich die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zeigt: Denn was verbindet Marcs »Fabeltier« mit Meidners »Vulkanausbruch«, oder Klees »Friedhofsbau« mit Heckels »Parksee« in ihrer Spiegelung utopischer Hoffnung oder verzweifelten Aufbegehrens?


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Ausstellungsplakat - Max Beckmann Kleine StilllebenMax Beckmann
Kleine Stillleben
16. Juni - 06. Oktober 2013

1912 fechten Franz Marc und Max Beckmann eine theoretische Kontroverse in der Zeitschrift PAN aus. Sie schärft den Blick für die fundamental unterschiedliche künstlerische Praxis der beiden Maler: Franz Marc komponiert seine Werke sorgfältig und lässt die lineare Grundstruktur, die er mit Farbe »füllt«, sichtbar in den Vordergrund treten.

Max Beckmann pflegt demgegenüber einen malerischen Stil mit Sinn »für den pfirsichfarbenen Schimmer einer Haut, für den Glanz eines Nagels, für das künstlerisch Sinnliche, … das nicht nur in der Fläche, sondern auch in der Tiefe liegt.« Dieser charakteristischen sinnlichen Präsenz der Malerei Beckmanns soll die Ausstellung seiner kleinformatigen Stillleben im Franz Marc Museum gewidmet sein, die, im Gegensatz zu den größeren »allegorischen« Stillleben wie Seitenblicke in die private Welt des Malers erscheinen und wie eine stumme Zeugenschaft der vergänglichen, individuellen Existenz Beckmanns wirken.


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Ausstellungsplakat - Strukturen der Natur - Franz Marc und Per KirkebyStrukturen der Natur
Franz Marc und Per Kirkeby: Druckgraphik
10. März - 02. Juni 2013

Das Franz Marc Museum besitzt eine große Anzahl der seltenen druckgraphischen Blätter Franz Marcs und die Druckstöcke seiner Holzschnitte, die anschaulich deren technische Komplexität zeigen und gleichzeitig einen sehr skulpturalen Charakter haben. Die Präsentation des vollständigen graphischen Werks von Franz Marc wird in dieser Ausstellung durch eine Auswahl druckgraphischer Arbeiten des dänischen Künstlers Per Kirkeby ergänzt. Beide Maler, obwohl sie einander nie kennengelernt haben, sind durch ihr besonderes Interesse an der Natur geprägt. Die Monotypien und Holzschnitte Kirkebys lenken in der Gegenüberstellung den Blick auf besondere Charakteristika im graphischen Werk Marcs, denn beide Künstler schaffen Werke, deren »kristalline«, sich überlagernde abstrakte Strukturen einzelne, figurative Elemente umfassen und sie so in den »Rhythmus der Natur« einfließen lassen.


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Ausstellungsplakat - Else Lasker-Schüler. Gestirne und OrientElse Lasker-Schüler. Gestirne und Orient
Die Künstlerin im Kreis des »Blauen Reiter«

23. September 2012 bis 06. Januar 2013

Die Dichterin und Zeichnerin Else Lasker-Schüler gilt als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus. Der Begegnung mit Franz Marc im Dezember 1912 folgte eine Korrespondenz, in der der Maler als »Blauer Reiter« und die Dichterin als »Prinz Jussuf« aufeinandertreffen. Gerade dieser Briefwechsel macht einen entscheidenden Aspekt des bildkünstlerischen Schaffens von Else Lasker-Schüler anschaulich: Die Künstlerin entwickelte ihr zeichnerisches Werk in engem Zusammenhang mit ihrem literarischen Oeuvre. Um diese besondere Entstehungsgeschichte deutlich werden zu lassen, präsentiert die Ausstellung Briefe und Manuskripte neben Zeichnungen, Karten und Gemälden. Darüber hinaus werden die Beziehungen Else Lasker Schülers zu den anderen Vertretern des »Blauen Reiter«, wie Paul Klee und August Macke thematisiert.


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Michaela Melián: Ausschnitt aus der Installation „Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben“, 2012Michaela Melián: Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben
Installation, 2012
23. September 2012 bis 06. Januar 2013

Die Arbeit „Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben“ von Michaela Melián amalgamiert das zeichnerische und literarische Werk von Else Lasker-Schüler zu einer raumgreifenden Installation aus Texten, Bildern, Musik, Objekten und Licht.

Hinter den Schatten einer Stadt aus Glas bewegen sich vergrößerte Details aus Else Lasker-Schülers zeichnerischem Werk. Die Zeichnungen werden in das langsame Kreisen der Installation eingespeist und durch die prismatischen Brechungen der Projektion fragmentiert und neu inszeniert. Zwischen Sequenzen von Wasserglas-Musik, gespielt auf einem Glasharmonium, liest eine Sprecherin das Gedicht "Heimweh" von Else Lasker-Schüler auf Deutsch, Arabisch und Hebräisch. Erschienen ist das Gedicht 1912 als Teil der „Hebräischen Balladen“, auf deren Titel Else Lasker-Schüler ihr künstlerisches Alter Ego, Jussuf, Prinz von Theben, abgebildet hatte. Diese Kunstfigur, als Synthese aus Yussuf (12. Sure des Koran) und Joseph (Genesis), steht für das Fremdsein im Sinne des Exils, aber auch für das Fremdsein im eigenen Volk. Der Sehnsuchtsort Theben, eine mythische Projektion aus orientalisch-biblischer Vergangenheit, imaginiert modellhaft eine zukünftige Gemeinschaft.

Mit ihrer Installation gelingt es Michaela Melián dem Werk von Else Lasker-Schüler eine gelungene Brücke in die Gegenwart zu bauen.

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Ausstellungsplakat - Franz Marc - KatzenFranz Marc - Katzen
20. Mai bis 12. August 2012

Das 1912 entstandene Gemälde „Mädchen mit Katze“ ist ein überraschendes Bild, denn in dieser späten Phase seines Oeuvre hat Franz Marc sich der Darstellung des Menschen nicht mehr gewidmet. Trotzdem wird gerade auf diesem Bild Franz Marcs Idee der Erlösung aus den irdischen Verstrickungen und das Streben nach der Reinheit der Tiere in der Natur pointiert zum Ausdruck gebracht. Die Frau des Malers, Maria, wird zur Madonna und das Kätzchen in ihrem Schoß zum christlichen Retter. Damit laufen in dem Gemälde unterschiedliche gedankliche und bildnerische Ideen zusammen, die auch im Zentrum der Ausstellung stehen: das Motiv der Katze, die als mysteriöses und kindlich anschmiegsames Tier in der frühen Graphik, auf Skizzenbuchblättern und auf einigen wichtigen Gemälden Marcs gezeigt wird und die Darstellung Maria Marcs, die sich unter dem Blick des Malers wandelt - von der Geliebten und Frau zum Modell für seine Madonna als Weltenretterin.


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Plakat Ausstellung Ich ist ein anderer - Gesichter einer Epoche„Ich ist ein anderer“ - Gesichter einer Epoche
Kirchner, Klee, Picasso

29. Januar – 10. Juni 2012


Die Entwicklung des Bildnisses in der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt eine Sicht des Menschen, der sich der eigenen Identität nicht mehr sicher sein kann. Angelehnt an ein Zitat des französischen Dichters Arthur Rimbaud, der bereits 1871 das Befremden dem eigenen Handeln und Befinden gegenüber in dem Satz „Ich ist ein anderer“ ausdrückte, zeigt das Franz Marc Museum eine Ausstellung mit Bildnissen aus einer Epoche des gesellschaftlichen und künstlerischen Umbruchs. Zwischen dem kubistisch inspirierten Portrait der „Fernande“ (1909) von Pablo Picasso und einer Serie gezeichneter Physiognomien Paul Klees von 1939 wird ein Panorama des Bildnisses in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entfaltet.
Gezeigt werden u.a. graphische Portraits, Gemälde und Skulpturen von: Pablo Picasso, Alexej von Jawlensky, Oskar Kokoschka, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Ludwig Meidner, Wilhelm Lehmbruck, Otto Dix, Paula Modersohn Becker und Paul Klee.


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Plakat Ausstellung Paul Klee - Die Konstruktion des GeheimnissesFranz Marc und Joseph Beuys – Im Einklang mit der Natur
18. September - 27.11.2011


Wie Franz Marc gehört Joseph Beuys zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler setzen ihre Naturverbundenheit und ihre christlich bestimmte Weltanschauung in Werke um, die alles kreatürliche und pflanzliche Leben in den großen Zusammenhang der Natur stellen. Wie das Pferd bei Franz Marc zum Symbol des Spirituellen wird, so beziehen Hirsch und Schwan, Biene und Hase bei Beuys ihre besondere Symbolkraft aus christlichen, literarischen und biologischen Zusammenhängen. Die Ausstellung veranschaulicht in einer Gegenüberstellung von etwa 100 Zeichnungen, Aquarellen und Skulpturen, das Verbindende im Denken und in der künstlerischen Haltung der beiden Künstler.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sinclair Haus, Bad Homburg v.d. Höhe. (Dezember 2011 bis Februar 2012).

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Plakat Ausstellung Paul Klee - Die Konstruktion des GeheimnissesPaul Klee – Die Konstruktion des Geheimnisses
05. Juni bis 11. September 2011


Paul Klee im Franz Marc Museum: rund 50 Werke des Malers lassen seinen vielschichtigen künstlerischen Weg nachvollziehen, der in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg parallel zu dem Franz Marcs verlief. Die beiden Maler begegneten sich 1911 nicht nur im Kreis des Blauen Reiter sondern auch in ihrer romantischen Auffassung, das große Kunst an ein Mysterium rührt. An ein Geheimnis, das unfassbar und unbenennbar bleibt, das in keinen Regelkanon zu pressen ist und zum Wesen des Kunstwerks gehört. In diesem Sinn machte Paul Klee sich in jedem seiner Werke aufs Neue an „Die Konstruktion des Geheimnisses“. Dies lässt sich an den zwischen 1904 und 1939 entstandenen Werken der Ausstellung nachvollziehen: Aquarellen, Zeichnungen und Gemälden, die zu einem großen Teil aus der Sammlung Ibach stammen. Rudolf Ibach, der seine Klee-Sammlung im Jahr 1920 mit einem spektakulären Ankauf von 12 Aquarellen Klees in der Galerie Thannhauser in München begann, gehörte zu den wichtigsten Sammlern seiner Generation. 13 Werke von Paul Klee, ehemals in Rudolf Ibachs Besitz, bleiben nach der Ausstellung im Franz Marc Museum.
 
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Plakat Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner. Zirkus, Tanz und CabaretErnst Ludwig Kirchner. Zirkus, Tanz und Cabaret
27. Februar bis 08. Mai 2011

Blätter aus dem bedeutenden Werk Ernst Ludwig Kirchners. Tänzerinnen, Akrobaten, Clowns – der Blick in die Welt von Zirkus und Schaubude, von Cabaret und Theater ist aus der Kunst des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken und scheint die Maler in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg in besonderer Weise fasziniert zu haben. 1910 reisten Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel von Dresden nach Hamburg, um in einschlägigen Lokalen Varieté und Tanzszenen zu zeichnen. In leuchtenden Farben, spontan aufgenommen, und doch den wesentlichen Ausdruck und Moment fixierend, schildert Kirchner diese Welt. Seine «Milieustudien» fanden breiten Niederschlag in seinem graphischen Werk.



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Plakat Ausstellung Paul Klee - Franz Marc, Dialog in BildernPaul Klee - Franz Marc
Dialog in Bildern

27. Juni bis 3. Oktober 2010

Paul Klee und Franz Marc verband bis zum frühen Tod Franz Marcs im 1. Weltkrieg eine enge Freundschaft, die für die Entwicklung beider Künstler von besonderer Bedeutung war. Marc und Klee lernten sich 1912 während der Vorbereitungen für die zweite Ausstellung des «Blauen Reiter» kennen. Zwischen ihnen beginnt ein lebhafter Austausch über künstlerische und organisatorische Fragen, begleitet von zauberhaften Illustrationen, mit denen vor allem Marc seine Karten schmückt. Die Ausstellung wird erstmals die Beziehung beider Künstler umfassend dokumentieren. Zu sehen sind ihre illustrierten Briefe und Postkarten, die Werke, die sie sich schenkten, gemeinsame Projekte, die sie planten, und die wesentlichen Bilder jener Jahre, die in engem Austausch entstanden. Darunter die Zeichnungen von Paul Klee zu Voltaires Candide, die Skizzen und Entwürfe zum Bibelprojekt Franz Marcs und Arbeiten, die durch die Freundschaft mit Robert Delaunay angeregt worden sind.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle und dem Zentrum Paul Klee, Bern. Alle beteiligten Museen unterstützen die Ausstellung mit bedeutenden Leihgaben aus ihren Sammlungen.

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Plakat Ausstellung Horst Antes Kopffüßler und japanische TextilenHorst Antes und Ranru und Boro
Kopffüßler und japanische Textilen aus der Sammlung Horst Antes

28. Februar bis 6. Juni 2010


In den 1960er und 1970er-Jahren war Horst Antes einer der bekanntesten deutschen Künstler. Er wagte zu Beginn der 1960er-Jahre die Wiederbelebung des Figürlichen in der Kunst. Seine "Kopffüßler" brachten die Kunstwelt zum Staunen. Als einer der wichtigsten Künstler der Galerie Stangl zeigte er zwischen 1965 und 1975 seine Werke in vier viel beachteten Ausstellungen in München.
Otto Stangl hatte als Galerist den Ausspruch von Franz Marc verinnerlicht: "Der Künstler ist nicht abhängig von Ausstellungen, Ausstellungen indessen ganz und gar vom Künstler". Und er überließ Horst Antes bei der Ausstellungsgestaltung viel Freiheit. Auch diesmal übernimmt Antes die Auswahl und Präsentation seiner Werke selbst. Das Franz Marc Museum stellt ihn in seiner aktuellen Ausstellung nicht nur als Künstler vor, sondern auch als Sammler mit unterschiedlichen Sammlungsinteressen: überwiegend Objekte aus außereuropäischen Kulturen. Aus seiner Sammlung wählte er Ranru Boro - traditionelle japanische Arbeitskimonos - aus, um sie seinen Gemälden und Zeichnungen gegenüberzustellen. Die Kimonos wurden von Ihren vormaligen Besitzern in einem langen Arbeitsleben immer wieder kunstfertig ausgebessert und geflickt, so dass sie heute als Zeugnisse großer Volkskunst gelten. Wie schon Franz Marc zu seiner Zeit, empfindet auch Horst Antes volkstümliche Ausdrucksweisen als wichtige Inspirationsquelle für seine Arbeit.
Die Ausstellung lädt zur Wiederentdeckung und Würdigung dieses Protagonisten der 1960er und 1970er-Jahre ein.
 

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Plakat Ausstellung Der große Widerspruch - Franz Marc zwischen Delaunay und RousseauDer Große Widerspruch
Franz Marc zwischen Delaunay und Rousseau

Franz Marc Museum, Kochel a. See
21. Juni bis 13. September 2009


Das Franz Marc Museum widmet seine bisher umfassendste Ausstellung dem „Blauen Reiter“, einem für die Sammlung des Museums zentralen Thema.

Die Ausstellung will die zwei unterschiedlichen – scheinbar widersprüchlichen - Perspektiven ins Auge fassen, die den „Blauen Reiter“ geprägt haben: Die Faszination für die „Große Abstraktion“, vertreten durch den französischen Kubisten Robert Delaunay, und die Begeisterung für die „Große Realistik“, die im Werk des genialen Naiven Henri Rousseau verehrt wird.

Der Dialog mit Frankreich spielte für den „Blauen Reiter“ eine entscheidende Rolle. Man reiste nach Paris, traf dort französische Malerkollegen und setzte sich mit aktuellen Tendenzen auseinander. Der Erste Weltkrieg beendete diese fruchtbare künstlerische Auseinandersetzung und zerstörte damit auch die Hoffnung auf eine gesellschaftliche Wandlung durch die Kunst.

Schlaglichtartig wird die Ausstellung Aspekte einer Kunst beleuchten, die bei aller Modernität auf eine hinter der Zivilisation und der gesellschaftlichen Konvention liegende Ursprünglichkeit zurückgreifen will. In diesem Bestreben werden den Künstlern des „Blauen Reiter“ außereuropäische Kunstwerke zum Vorbild, ebenso wie bayerische Volkskunst, Kinderzeichnungen, die französische Avantgarde oder mittelalterliche Madonnen.

Diese Vielfalt schlägt sich im Almanach „Der Blaue Reiter“ nieder, der 1912 von Franz Marc und Wassily Kandinsky herausgegeben wird. Sie zeigt sich auch im Künstlerkreis des „Blauen Reiter“, den kein stilistischer Gleichklang verbindet. Jeder Künstler geht seinen eigenen Weg in der Überzeugung, dass der „innere Klang“ des Werks seine äußere Form bestimmt.

Dies führt die Ausstellung an exemplarischen Werkgruppen von Marc, Macke, Kandinsky, Klee, Münter, Jawlensky, Schönberg, Delaunay und Rousseau vor Augen, wobei bedeutende Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen den eigenen Bestand ergänzen.

Zur Ausstellung erscheint ein von der Franz Marc Museumsgesellschaft durch Cathrin Klingsöhr-Leroy herausgegebener Katalog mit 10 Kurzessays namhafter Autoren zur Kunst des Blauen Reiters, ihrem gesellschaftlichen und historischen Hintergrund und ihren wichtigsten Bezugspunkten.

Der Ausstellungskatalog wird durch ein Begleitheft in deutscher und französischer Sprache ergänzt, das vom Goethe-Institut in Nancy herausgegeben wird. Es stellt Franz Marcs Schriften zum Krieg in den Kontext von Äußerungen französischer und deutscher Intellektueller zum Ersten Weltkrieg.

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Plakat Ausstellung Lovis Corinth - Seelenlandschaften. Walchenseebilder und Selbstbildnisse8. Februar – 19. April 2009

Lovis Corinth
Seelenlandschaften. Walchenseebilder und Selbstbildnisse


Das Werk Lovis Corinths zeichnet sich gerade in seinen späten Jahren durch besondere Sensibilität und durch besondere Expressivität aus, Qualitäten, die in den Walchenseebildern des Malers intensiv zum Ausdruck kommen. Wie Seelenlandschaften wirken diese in den zwanziger Jahren entstandenen Gemälde und Aquarelle, die das immer gleiche Motiv zeigen: Den Blick auf den Walchensee vom Haus des Malers in Urfeld aus.
Seine Landschaftsvisionen scheinen nicht nur von den unterschiedlichen Stimmungen der Jahres- und der Tageszeiten geprägt. Ebenso wie die zahlreichen Selbstbildnisse Corinths, die in der Ausstellung den Bildern vom Walchensee gegenübergestellt werden, sind sie Zeugnisse der Innenschau des Künstlers, der in fast romantischer Tradition seine subjektive Wahrnehmung in die Landschaft projiziert.